Interview: Wie gefährlich ist Deo mit Aluminium?

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Warum ist Aluminium in Deos eigentlich so schädlich und gibt es noch weitere Inhaltsstoffe, die unserer Gesundheit

schaden können? Nach meinem Blogbeitrag „5 aluminiumfreie Deos, die auch wirklich schützen

habe ich viele Emails und Kommentare hier und auf Facebook von euch erhalten. Deshalb möchte ich heute

dieses Thema noch ein bisschen genauer beleuchten. Dazu habe ich mir tatkräftige Expertenunterstützung von

Carola Schäpe geholt. Sie stellt ihre eigenen natürlichen Deocremes in Handarbeit her und verkauft sie online in ihrem Online-Shop. In diesem Interview zeigt sie, wie wir uns auch natürlich gegen unangenehme Gerüche schützen können und welche Inhaltsstoffe wir in Deos am besten vermeiden sollten.

Benutzt ihr noch Deo mit Aluminium? Lasst mich wissen, ob ihr Spaß an solchen Themen habt - dann klickt gefällt mir. Schaut auf Facebook vorbei oder hinterlasst mir hier ein Kommentar!

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Deocreme ohne Aluminium

Natürlicher Deoschutz liegt immer mehr im Trend. Deocremes ohne Aluminiumsalze werden unter anderem noch von folgenden Herstellern angeboten. 

 

Abbildung unten: Weltenbaum-Naturprodukte


Wieso sollen konventionelle Deos mit Aluminiumsalzen schädlich für die Gesundheit sein?

 

Kurz gesagt: Aluminium soll Krebs und Alzheimer fördern. Forscher fanden heraus, dass gesunde Brustzellen bei Zugabe von Aluminium Kolonien kleiner Tumore bilden. Es scheint, als könnte Aluminium eine normale Zelle in eine Krebszelle verwandeln. Zudem erhöht Aluminium das Risiko, dass Krebszellen wandern und Metastasen bilden. Aluminium verklebt zudem die Hautzellen und verschließt diese, so dass man weniger schwitzt.

 

Dieser Effekt ist auf der einen Seite gewünscht, er ist für die natürliche Selbstregulation des Körpers jedoch kontraproduktiv. Darüber hinaus gibt es  Hinweise, dass Aluminium die Entwicklung von Alzheimer beschleunigen kann. Alzheimer-Patienten weisen erhöhte Aluminium-Werte im Gehirn auf. In Tierversuchen hat Aluminium Alzheimer sogar ausgelöst und es wurde festgestellt, dass eingeatmetes Aluminium ins Nervensystem und damit direkt ins Gehirn gelangt.

Es gibt inzwischen etliche Berichte über diese Gefahr. Viele Menschen bemerken, dass sie die Liste der Inhaltsstoffe genauer studieren müssen, um selbstverantwortlich zu entscheiden, welche Stoffe sie auf ihre Haut lassen.

 

BUCHTIPP Ich kann in diesem Zusammenhang sehr das Buch „Giftcocktail Körperpflege“ von Marion Schimmelpfennig empfehlen. Es ist sehr gut recherchiert und die Zusammenhänge sind für jeden nachvollziehbar beschrieben.

 

 


Aluminium findet sich nicht nur in Deodorants. Auch andere Kosmetika wie Trockenshampoo, Gesichtspuder oder Lippenstift haben Aluminiumsalze als Inhaltsstoff. Schaut am besten immer hinten auf die Liste der Inhaltsstoffe. Bei Lippenstift kommt erschwerend hinzu, dass wir einen Teil davon schlucken und so das dass Aluminium und andere schädliche Inhaltsstoffe direkt in unseren Körper gelangen.


Nicht nur Aluminium ist schädlich

Neben Aluminiumsalzen vermeidest du bewusst noch weitere Inhaltsstoffe. Welche sind das? 

Paraffin, synthetische Duft-, Farb-, und Konservierungsmittel, Parabene, PEG-Emulgatoren, Alkohol, Nano-Partikel


Paraffin: Ist eine biologisch tote, aus Erdöl gewonnene Substanz. Es enthält keinerlei Vitamine, Spurenelemente, Fettsäuren oder sonstige Nährstoffe. Dadurch kann man getrost von einem billigen Füllstoff sprechen, nicht aber von einem Pflegemittel. Sie sind ein preiswerter Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle. Paraffin dringt nicht tief in die Haut ein, es legt sich vielmehr auf die Haut und schließt die natürliche Hautfeuchtigkeit ein. Nach der Reinigung fühlt sich die Haut trockener an als zuvor – mit der Folge, dass man noch mehr cremen muss.

Synthetische Konservierungsmittel: Ihre antibakteriellen Eigenschaften wirken sich oftmals schädlich auf den natürlichen Schutzfilm der Haut aus. Teilweise sind sie krebserregend und umweltschädigend

Parabene: Haben eine östrogene Wirkung. Sie können über die Haut aufgenommen werden und spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs.3

PEG-Emulgatoren: Können die Haut durchlässiger machen und den natürlichen Schutzmechanismus der Haut schwächen. Als Folge können schädliche Stoffe ungehindert in die Haut eindringen.

Alkohol: Kann zur Konservierung eingesetzt werden, er hat jedoch keine pflegenden Eigenschaften, wirkt austrocknend und brennt auf rasierter Haut. Da Alkohol ein stark flüchtiger Stoff ist, hält auch seine desodorierende Wirkung nicht lange an.

Nano-Partikel: Stehen im Verdacht die Zellbarriere zu durchdringen und krebserregend zu wirken. Sind die Partikel erstmal in unseren Körper eingedrungen, ist fraglich wie er sie wieder loswerden kann. Unser Immunsystem ist darauf nicht vorbereitet, langfristige Studien stehen noch aus.

Wasser: Macht wegen der Keimanfälligkeit eine gute Konservierung notwendig, daher verzichte ich darauf und setze auf reine pflanzliche Öle.

 

 

 

Ihr könnt die Inhaltsstoffe eurer Kosmetika kostenfrei online unter codecheck.info prüfen lassen und alternative Produkte suchen.


Deoschutz mit natürlichen Inhaltsstoffen

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Und auf welche Inhaltsstoffe setzt du in deinen Deo-Produkten?

Kokosöl: Zieht schnell in die Haut ein, wirkt feuchtigkeitsspendend und schützt vor dem Austrocknen. Es wirkt antibakteriell und desodorierend.

Sheabutter: Pflegt die Haut langanhaltend und wird tiefer in die Haut aufgenommen als Kokosöl. Ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen reguliert den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und wirkt rückfettend, beruhigend und glättend.

Natron (Natriumhydrogencarbonat): Ein weißes Pulver, welches auch beim Backen und im Haushalt verwendet wird. Natron hat eine sehr gute desodorierende Wirkung. Es verschiebt den PH-Wert der Deocreme in den basischen Bereich, wodurch Bakterien keine Möglichkeit haben sich zu vermehren.

Zinkoxid: Wirkt entzündungshemmend und beugt Hautreizungen vor, was vor allem bei rasierter Haut eine angenehme Wirkung hat. 
Ich verwende kein Zinkoxid in Nanoform, siehe oben.

Reine Ätherische Öle: Haben teilweise ebenfalls eine desodorierende Wirkung. Zudem können sie auf unseren Körper und Geist eine harmonisierende Wirkung haben, daher beflügeln sie meine Deocreme-Varianten mit ihrem Duft (ausgenommen Variante  „Sensitiv“).

So verwendet ihr natürliche Deos

Muss ich die Deocremes einziehen lassen, damit sie nicht an der Kleidung weiß abfärben? Wie viel von der Deocreme muss ich verwenden?
Eine kleine Fingerspitze der Deocreme reicht aus, um eine sehr gute Wirksamkeit zu erreichen. Die Tiegel sind daher sehr ergiebig. Ein 25ml-Tiegel reicht bei täglicher Anwendung ca. 4-6 Wochen. Verwendet man sie auf noch leicht feuchter Haut, zieht die Creme schnell ein und sie hinterlässt keine weißen Spuren auf der Kleidung. Sollte man einmal zuviel verwendet haben und es kommt etwas an die Kleidung, ist das nicht weiter dramatisch. Zinkoxid und Natron können dann etwas auf der Kleidung weißeln. Das lässt sich leicht ausbürsten oder auswaschen.

Haben Deocremes gegenüber Deorollern oder Sprays Vorteile? 
Deocreme ist auf jeden Fall eine gute und wirksame Alternative, wenn man auf bestimmte Inhaltsstoffe in seinen Pflegeprodukten verzichten möchte. Das war mein stärkster Antrieb ein eigenes Deo herzustellen. Mein Ziel ist quasi Wirkung ohne Nebenwirkung. Ich verändere daher nicht die Konsistenz meiner Inhaltsstoffe, indem ich noch zusätzlich Stoffe zur Verdünnung hinzufüge. Mir sind mit Bedacht ausgewählte Wirkstoffe wichtiger, als zweckerfüllende Zusatzstoffe die eine Abfüllung in Roller oder Sprays ermöglichen würden. Das direkte Auftragen der Deocreme mit der Fingerspitze oder einem Spatel kann zunächst ungewohnt sein, haben wir doch alle jahrelang bzw. jahrzehntelang zum Deoroller oder Deospray gegriffen. Man freundet sich jedoch schnell mit dem neuen Handling an und genießt die neue Zuwendung dieser Körperpartie.

Weiterführende Infos und Verweise

Verweise:
Film „Aluminium – die geheime Gefahr“ ZDF
Giftcocktail Körperpflege“ von Marion Schimmelpfennig, J.K. Fischer-Verlag, 2013, S. 111 ff.
Giftcocktail Körperpflege“ von Marion Schimmelpfennig, J.K. Fischer-Verlag, 2013, S. 122 ff.

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Dieser Artikel mit seinen Tipps und Infos spiegelt meine eigene Meinung und Recherche wieder. Ich übernehme keine Garantie, dass es bei euch auch so funktioniert.

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Hey, ich bin Sina! Journalistin, Stylistin und Autorin des Buches „Kreative Wohnideen für kleine Budgets“. Mit Sina's Welt möchte ich dich inspirieren, ein kreatives und vitales Leben zu führen – das vor allem Spaß macht. Mein Credo: ein gesunder und nachhaltiger Lifestyle kann auch sexy sein. Wir müssen nicht den ganzen Tag an rohen Selleriestangen knabbern und Juteklamotten tragen, um fit durchs Leben zu gehen. Ein gesunder Lifestyle muss Lust machen, damit wir ihn dauerhaft leben. Egal welche Kleidergröße, welches Alter oder wie viel Geld wir im Portemonnaie haben – Gesundheit ist für jeden möglich. Der Schlüssel zum Erfolg sind unsere täglichen Gewohnheiten. Nur wenn wir mit Freude dabei sind, kann sich unser Lifestyle dauerhaft in eine positive Richtung ändern. Hier erfährst du noch mehr über mich und den Freunden, die Sina's Welt zum Kreisen bringen. Bist du mit dabei? Dann werde Teil der Community – ich freue mich sehr über dein Feedback und deine Tipps hier in den Kommentaren!


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Kommentare: 4
  • #1

    Anna (Samstag, 22 November 2014 20:55)

    Sehr interessanter Beitrag. Ich verzichte schon lange auf Aluminium Deos, habe aber noch ein altes Nivea Deo, welches ich immer noch benutze, wenn ich lange unterwegs bin usw. Denn leider halten die aluminiumlosen Deos nicht so gut :(

  • #2

    Julia (Montag, 24 November 2014 20:42)

    Ich habe, seitdem ich das gelesen habe, gründlich meinen Schrank ausgeräumt und mir Deo ohne Aluminium gekauft. Ich denke, ich werde auch noch weiter gehen und mir die absoluten natürlichen Deos kaufen oder schenken lassen. Danke für diesen tollen Beitrag und überhaupt für die schöne Seite!

    lg Julia

  • #3

    Sina (Montag, 24 November 2014 22:18)

    Liebe Anna,

    ja, ich muss zugeben, für ganz knifflige Fälle (z.B. für wichtige Jobgespräche) habe ich auch noch die Aluminium-Deos im Badezimmerschrank stehen. Greife aber immer seltener dazu. Wenn man sich ein bisschen durch die A-freien Deos getestet hat, findet man auch gut schützende Exemplare :)

    Aber am Ende muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden, wie oft er noch zu Deos mit Aluminium greift.
    Liebe Grüße, Sina

  • #4

    Sina (Montag, 24 November 2014 22:20)

    Liebe Julia,

    das freut mich wirklich sehr, dass wir mit diesem Interview einiges bewegen :)

    Lieber Gruß, Sina