Eine kulinarische Reise in Theresas Backstube

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Kennt ihr schon Theresa? Als ich vor einiger Zeit durch den Fernseher zappte, bin ich beim NDR hängen geblieben – denn dort strahlte mir Theresas Lächeln entgegen. Mit großer Hingabe und Freude erzählte sie dort von ihrer Leidenschaft dem Kochen und Backen. Und weil ich ein neugieriger Mensch bin, suchte ich gleich im Internet nach ihr. Voilà! Sie hat auch einen bezaubernden Blog. Hier dreht sich alles um feine Genüsse, um die Menschen, die hinter dem Herd stehen und die Länder, aus denen die Köstlichkeiten kommen. Ich habe mich mit Theresa über ihre Leidenschaft unterhalten und ein Rezept aus ihrem ersten Backbuch „Shortbread“ zeigt sie uns auch noch.

 

... Rezept und Interview weiter unten im Beitrag ...

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© Foto 1+2: Claudia Timmann/NDR
© Foto 1+2: Claudia Timmann/NDR

Was liebst du so am Backen?
Es ist einfach pure Freude: Backen ist genauso wie Kochen mein ständig kulinarisches Abenteuer, es beflügelt meine Sinne, ich kann kreativ dabei sein. Und es ist immer aufregend und entspannend zu gleich. Ich mag es, mit den Händen zu arbeiten, Teig zu kneten und zu formen und ich liebe natürlich den Duft, der beim Backen durch das ganze Haus zieht. Im Sommer ist es herrlich, einen Korb mit Rosen aus dem Garten in die Küche zu holen und sie mit Zucker für meine Torten zu kristallisieren. Im Winter sind es eher Gewürze wie Zimt, Kardamom und Ingwer, die mich zu neuen Rezeptideen inspirieren. Das Spannende am Backen ist die Verwandlung des Teiges im Ofen und die Neugier auf das Ergebnis! Kochen und Backen erzeugt also Glücksgefühle, vielleicht  ähnlich wie ein großartiges Buch oder ein wundervoller Kinofilm. Die Küche war schon als Kind für mich ein magischer Ort. Von all den herrlichen Gerüchen und den dampfenden Töpfen auf dem Herd war ich stets begeistert. Im Alter von sechs Jahren war ich bereits eine Spezialistin im Zubereiten eines Hefeteiges.

 

Warum beschäftigt sich dein Buch gerade mit dem Thema Shortbread? Hat es dir Schottland besonders angetan?
Ich habe eine besondere Verbindung zu Schottland, bin begeistert von der Landschaft und ihren Farben, von der Herzlichkeit der Menschen, von ihren Traditionen und natürlich liebe ich einen Afternoon Tea vor dem Torffeuer! Shortbread war schon immer mein absolutes Lieblingsgebäck und da lag es nahe, dieser schottischen Spezialität ein sehr persönliches Buch zu widmen.

 

Du reist sehr gerne. Können wir von anderen Ländern noch etwas übers Backen lernen? Was machen sie anders?
Ich inspiriere mich sehr auf Reisen! Dort stößt man auf viele Ideen. Jedes Land und jede Region haben ihre eigenen Spezialitäten. Aus Dublin habe ich zum Beispiel das Rezept für meinen Apple Pie, aus der Normandie einen köstlichen Birnenkuchen. Die Franzosen sind bekannt für ihre feine, sehr raffinierte Pâtisserie. Davon können wir hier in Deutschland nur träumen. Wir sind dagegen Meister der Tortenkunst! Es ist in der Tat etwas Wundervolles und Bereicherndes, sich von anderen Kulturen inspirieren zu lassen!

Backen hat viel mit Genauigkeit zu tun. Ein Gramm Mehl zu viel und schon ist der Teig hin. Stimmt das? Kannst du Backneulingen diese Scheu vorm Backen nehmen?
Spaß am Backen und Genauigkeit bei der Teigzubereitung müssen sich ja nicht widersprechen. Um eine optimale Konsistenz des Teiges zu erreichen, ist das Mengenverhältnis der einzelnen Zutaten ganz wichtig. Eine funktionierende Waage gehört also schon in die Backstube. Und der Teig möchte immer mit viel Liebe  zubereitet werden: So irgendwie nebenbei und vielleicht auch noch gestresst, so entsteht kein kleines Meisterstück. Aber Backen und Kochen kann jeder lernen. Die Voraussetzung sind Spaß, Kreativität, Lust am Experimentieren, die Bereitschaft ein wenig Zeit zu investieren und die Freude am Genießen.

Viele haben ja schon Bammel einen Keks oder ein Stück Kuchen überhaupt nur anzugucken - weil sonst die Hose kneift. Wie hälst du deine Figur bei  deinen ganzen Leckereien? Verrate uns doch bitte dein Geheimrezept.
Wie bei allem gilt es in Maßen zu genießen, nach dem Motto: klein, aber fein und sehr besonders. Ich esse lieber ein buttriges Shortbread mit Genuss als 10 Diät-Kekse.  Als Ausgleich zu meiner Arbeit gehe ich zudem regelmäßig joggen.

Du warst gerade im NDR mit deiner ersten eigenen Backshow zu sehen. Wie kam es dazu?
Theresas Küche ist keine Backshow, sondern ein Film über meine Leidenschaft und Freude beim Kochen und Backen. Er zeigt 100 % Theresa, so wie ich bin. Da ist nichts gespielt und das macht den Film in meinen Augen sehr natürlich und authentisch. Dazu gehört das Kochen gleichermaßen wie das Backen. Man sieht mich auf dem Markt, im Garten, zu Besuch bei Produzenten und natürlich in meiner Küche Zuhause. Ich möchte den Zuschauern das Gefühl vermitteln, ganz nah, ja fast privat in meiner Küche mit dabei zu sein. Und ich wünsche mir, dass ich die Freude am Kochen und Genießen weitertragen kann, das wäre das Schönste für mich!

Du studierst, du bloggst und kochst jetzt auch noch im Fernsehen. Wie sehen deine Pläne für das Jahr 2014 aus?
Es geht mir genauso wie jedem von euch, manchmal ist es gar nicht so einfach, alles zeitlich  miteinander zu vereinbaren. In meinem Studium werde ich im nächsten Jahr meine Masterarbeit schreiben und kulinarisch werde ich bestimmt auch wieder viele Ideen umsetzen. Die Begeisterung und das unglaublich positive Feedback auf meine erste Sendung spornt mich an, diesen Weg weiter zu gehen. Es wird auf jeden Fall spannend, so viel kann ich bereits verraten!


Rezept: Earl Grey Tea Biscuits

©Foto: Jochen Arndt, Shortbread, Thorbecke Verlag
©Foto: Jochen Arndt, Shortbread, Thorbecke Verlag

Zutaten für etwa 20 Stück
75 g kalte Butter
3 TL Earl-Grey-Tee
35 g Puderzucker
30 g Reismehl
75 g Mehl (Type 550)
1 Prise Meersalz Für die Glasur
50 g Bitterschokolade
10 g Butter

Zubereitung
Die Butter klein würfeln und in eine Rührschüssel geben. Den Tee mit dem Puderzucker im Blitzhacker fein mahlen. Alle übrigen Zutaten zur Butter hinzufügen und mit der Küchenmaschine oder von Hand fein krümelig vermischen. Die Krümel rasch zu einem Teig zusammenfügen und nur sehr kurz kneten. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig 3 – 4 mm dick ausrollen und Plätzchen in Teebeutel- form ausschneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Plätzchen auf das Blech setzen und 30 Minuten kühl stellen. Den Backofen (Umluft) auf 150 °C vorheizen. Die Plätzchen etwa 15 Minuten backen. Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen, die Butter unterrühren und das Gebäck mit der Schokolade dekorieren.

Dieser Blogbeitrag mit seinen Tipps und Infos spiegelt meine eigene Meinung und Recherche wieder.

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Theresas Buch: Shortbread

Shortbread

Theresa Baumgärtner und Lucia Baumgärtner
64 Seiten
ISBN-10: 3799503781
Thorbecke Verlag

Über das Buch:
Die Wurzeln der Shortbread-Tradition liegen in Schottland, aber die Begeisterung für dieses einfache, buttrige Gebäck kennt keine Grenzen. Es kann ganz schlicht daherkommen oder außergewöhnlich gewürzt. Zum Niederknien schön sind die Wedding Cookies, nach einem langen Spaziergang in der Natur schmecken die Russian Tea Cakes unwiderstehlich, und wer es lieber pikant mag, sollte unbedingt Mr. Fox's Savoury Shortbread mit Parmesan, Thymian und Meersalz probieren.