Sind wir nicht alle ein bisschen retro?

© Foto erhältlich über jalag.de, Birds Vogelskulpturen von Kristian Vedel
© Foto erhältlich über jalag.de, Birds Vogelskulpturen von Kristian Vedel

Die aktuellen Möbelmessen in Köln, Mailand und Paris geben den Trend vor: Ein bisschen Rekto schadet nie! Denn dadurch bekommen unsere 4 Wände fix einen besonderen Touch, wirken wohnlich und individuell.


Wie wir unsere Wohnungen einrichten, sagt eine Menge über uns aus. Mögen wir es lieber klassisch und schlicht oder doch lieber ausgefallen und kitschig? Jeder hat seinen eigenen Wohnstil und wenn es um Geschmack geht, dann lässt sich darüber bekanntlich eher weniger streiten.

 

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Modernes Wohnen ist heutzutage dabei ein Begriff, der sich nur sehr schwer definieren lässt. Kann man modernes Wohnen mit rustikalen Materialien wie Holz in Einklang bringen oder muss dabei der minimalistische Aspekt wirklich im Vordergrund stehen? Und was ist eigentlich mit der Retro-Bewegung? Bedeutet dies nicht, dass man sich anstelle von Modernem eigentlich mit etwas altem umgibt? Und doch ist es schließlich relativ modern, seine Wohnung im Retrostil einzurichten. Heute wird man ja fast schon als Retroliebhaber bezeichnet, wenn man einen Eames DSW Stuhl im Haus hat.
                       
Der Begriff „Retro“ ist tatsächlich in aller Munde, dabei ist den meisten nicht wirklich klar, worum es sich dabei überhaupt handelt. Bedeutet es, dass die Möbel alt aussehen müssen oder hat es doch eher mit der Stilrichtung zu tun, mit Kitsch oder bunten Farben? Wenn wir uns schon darüber einig sind, dass Retrolook alt, aber gleichzeitig auf neu gemacht wurde, von welcher Zeit sprechen wir dann, aus der das ursprüngliche Möbelstück oder der Look stammt. Kann es sich dabei um die 50er Jahre handeln oder sprechen wir doch eher von einer Zeit, die erst zwanzig oder dreißig Jahre zurückliegt? Fragen über Fragen, aber wenn man der britischen Interieur-Expertin Katherine Sorrell glauben soll, dann ist Retro nicht gleich Retro. Sie hat im vergangenen Jahr nämlich passend zu diesem Thema einen Bildband auf den Markt gebracht.
In diesem Bildband beschäftigt sie sich unter anderem mit der Frage, was man genau als Retrostil bezeichnen kann. Zudem berät sie ihre Kunden in Bezug darauf, welche Art von Retro auf diese im Einzelnen zutreffen und passen würde. Schließlich ist nicht jeder mit der gleichen Einrichtung und den gleichen Farben und Formen zufrieden. Während für die einen ein schlichtes Exemplar der Charles Eames Stühle das höchste aller Gefühle ist, wollen andere lieber ein knallbuntes Sofa, bei dem die eine Farbe nicht zur anderen passt, so dass es in den Augen wehtut, es überhaupt anzugucken. Wenn man sich für einen Stil oder ein Möbelstück entschieden hat, dann kann man in Sorrells Buch Antworten darauf finden, wo man das entsprechende Stück überhaupt finden kann.

 

Wo wir uns zu Beginn dieses Artikels schon mit der Frage beschäftigt haben, was man denn nun unter Retro eigentlich genau verstehen kann, so hilft einem der Bildband bei der Beantwortung ebenfalls. Nach Katherine Sorrells Meinung handelt es sich dabei um Einrichtungsgegenstände, die in der Zeit zwischen dem Ersten Weltkrieg und Mitte der 80er Jahre entstanden sind. Allerdings ist es damit noch nicht getan, denn es gibt noch ein paar verzwickte Unterklassen, die nicht ganz so einfach zu verstehen sind. Die Moderne aus den 50er Jahren gehört dazu, ebenso der Stil Moderne de Luxe, skandinavisch-elegant oder nostalgisch, American Dream oder Swinging Sixties. Vielleicht gilt der Bildband ja bald als Bibel für alle Retrofans.

Dieser Blogbeitrag mit seinen Tipps und Infos spiegelt meine eigene Meinung und Recherche wieder.

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Einfach retro von der englischen Wohn-Expertin Katherine Sorrell

Einfach retro

Katherine Sorrell

Gerstenberg Verlag
ISBN-10: 3836927608

24,95 Euro


Über das Buch:
Retro - was ist das eigentlich? Retro umfasst alles aus der Zeit vom Ersten Weltkrieg bis Mitte der 1980er Jahre. Retro ist in, hat aber so viele Gesichter, dass Orientierung nottut. Die bietet Interior-Expertin Katherine Sorrell in diesem Buch. Sie fächert den Retro-Look in sieben Varianten auf: Nostalgie, Moderne de luxe, skandinavisch-elegant, Fünfziger-Jahre-Moderne, kunterbunter Kitsch, American Dream, Swinging Sixties. Als wertvolles Zusatzelement stellt sie die bedeutendsten Designer und Designerstücke der jeweiligen Zeit vor.